Palmen zeugen vom milden Klima

Ukrainereise - Palmen zeugen vom milden Klima auf der Krim

Ein Land mit einer langen und wechselvollen Geschichte


Im 9. Jh.: Bildung des Kiewer Reiches. Blütezeit der Kiewer Rus' unter Großfürst Vladimir (978-1015).
1199: Vereinigung Galiziens und Wolhyniens zu einem Fürstentum.
1237-1240: Invasion der Mongolen. Kiew verliert an Bedeutung.
Im 14. Jh. erobern Polen und Litauen den größten Teil des ukrainischen Gebietes.
1569: Mit der polnisch/litauischen Real Union von Lublin kommen die ukrainischen Gebiete unter polnische Herrschaft.
1591-96 (und später): Aufstände von Kosaken-Gemeinschaften gegen die polnische Herrschaft in der Ukraine.
1648: Abfall der Ukraine von Polen-Litauen.
1654: Kosaken-Hetman Chmelnizki unterstellt das Gebiet der Oberherrschaft des Zaren.
18. Jh.: Mit den Teilungen Polens durch Preußen, Österreich und Russland (1772, 1775, 1795) gelangt der größte Teil der Ukraine unter russische Herrschaft. 80 Prozent der Ukrainer sind nun Untertanen des Zaren, 20 Prozent gehören zum Habsburger Reich.
19.-20. Jh.: Industrialisierung des Landes, besonders in der Südukraine: Im Donez-Becken, wo zum Beispiel siebzig Prozent der Kohle Russlands gefördert wurde. Im Kriwoj Rog entstehen die größten und am schnellsten wachsenden Industriereviere des Zarenreichs. Vor dem ersten Weltkrieg entfallen etwa neunzehn Prozent der Industrieproduktion des Russischen Reiches auf die Ukraine.
1900: Nationalrevolutionäre und auch marxistische Studenten aus Charkow gründen die Revolutionäre Ukrainische Partei. 1905 wird daraus die Ukrainische Sozialdemokratische Arbeiterpartei.
1914-20: Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges beginnt ein sechsjähriger Bürgerkrieg. Die beteiligten Kräfte an den verworrenen Ereignissen zwischen dem Revolutionsjahr 1917 und 1920 sind vier nationale Regierungen, die Bolschewiki mit der Roten Armee, die antibolschewistischen weißen Truppen unter General Denikin und ausländische Truppen, z.B. deutsche Besatzungstruppen, alliierte Truppen und Streitkräfte des wiederhergestellten polnischen Staates.
1921: Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik mit der Hauptstadt Charkow wird gegründet. Die Westukraine mit Lemberg steht bis 1939 unter polnischer Verwaltung.
1922: Gründungsmitglied der UdSSR.
1928-32: Staatliche Kampagne gegen die Kulaken, Getreiderequirierung, Zwangskollektivierung der Landwirtschaft. Die Repression gegen die ukrainischen Bauern führt im Winter 1932-33 zu einer Hungersnot, bei der drei bis sieben Millionen Menschen sterben.
1936-38: Der größte Teil der ukrainischen Parteikader und der nationalen Intelligenz fällt Stalins Terror zum Opfer.
1938: Unter Nikita Chruschtschow wird ein neuer, Stalin höriger ukrainischer Parteiapparat formiert.
1939: Zwangsanschluss Ostpolens an die Sowjetunion nach Abschluß des Hitler-Stalin-Paktes; die Westukraine wird mit dem größeren sowjetischen Teil der Ukraine vereinigt.
1941-44: Die gesamte Ukraine wird von deutschen und rumänischen Truppen besetzt. Drei Millionen Menschen werden evakuiert. Zwischen fünf und acht Millionen Menschen werden in dieser Periode der nationalsozialistischen Besatzung umgebracht. Das ukrainische Judentum wird vernichtet.
1954: Die Krim wird der Ukraine angegliedert
1971: Wolodimir Schtscherbyzky wird erster Sekretär der Republik-KP. Er sichert bis weit in die Gorbatschowzeit hinein die orthodoxe Parteiherrschaft. Als der letzte Republikführer aus der Generation des sowjetischen Parteiführers Breschnew (1964 bis 1982) wird er erst im September 1989 entmachtet.
1986: Havarie im Atomkraftwerk von Tschernobyl.
1989: Die Volksfront Ruch wird gegründet.
1991: Unabhängigkeitserklärung der Ukraine am 24. August. Leonid Krawtschuk wird erster Staatspräsident. Anschluss an die GUS.
1992: Beginn des Streits mit Russland um die Schwarzmeerflotte und die Krim.